Mit jedem Kurs wird dieses komplexe Thema klarer und bringt mehr und mehr Aha Erlebnisse.
Der Kurs mit Marion hat mir sehr geholfen, mehr aus den ersten beiden Kursen zu verstehen.
Das heisst nicht, dass die ersten beiden Kurse nicht gut waren oder unverständlich, sondern lediglich, dass es für mich einfach die Zeit brauchte, das Gelernte auch zu verstehen und vor allem zu verinnerlichen.
Ganz im Sinne des "four stages of competence learning model" von Gordon Training international:
Dabei bewege ich mich mehrheitlich im Bereich "concious competence". Es gibt derzeit wenige Phasen von "unconcious competence" und natürlich gehört zum Lernprozess auch "concious incompetence" dazu.Das Game of Contact ist sehr umfangreich. Natürlich geht es um das Reiten mit Kontakt. Wie erfolgreich das Game of Contact umgesetzt werden kann, liegt nicht zuletzt daran, in welchen Level Pferd und Reiter spielen und damit abhängig vom Niveau des Horsemanship ist, sondern auch vom Equipment, was vor allem den Sattel und die Sattelunterlage betrifft.
Wie so oft bei Parelli natural horsemanship ist es ein Menschentraining. Das trifft auch beim Game of Contact zu. Die Umsetzung fällt den Pferden einfacher als uns Menschen. Das Game of Contact ist eine der Natur des Pferdes berücksichtigte Umsetzung des Reitens mit Kontakt. Das wird mir immer bewusster und das macht es so genial und so anders von dem, was man weitläufig als Reiten mit Kontakt erlernt hat, bzw. sieht.
Es bedeutet noch mal mehr, an sich selbst zu arbeiten, ohne kritisch zu sein und ein hohes Maß an Selbstdisziplin, Spass und die Leidenschaft immer besser werden zu wollen.
Game of Contact in den 3 Bereichen:
Mental
Das bedeutet, das Spiel vom Game of Contact zu spielen. "Lass Deine Idee, die des Pferdes werden aber verstehe zunächst seine Idee". So involviere ich das Pferd mental.
Emotional
Kann mein Pferd mit dem Kontakt emotional überhaupt umgehen? Linda Parelli beschreibt den Kontakt zum Pferdmaul als einen der sensibelsten Bereiche des Pferdes. Das ist weniger physisch als emotional gemeint. Impulsion bedeutet emotionale Fitness und damit ein Pferd und Reiter mit einem ausgegichenem "Whoa" und "Go" und damit Thema im Level 3.
Physisch
Physischen Kontakt zu nehmen beinhaltet sicher auch Kontakt mit den Händen via den Zügeln zum Pferdemaul zu nehmen aber auch -und vor allem- auch mit meinem Körper. Es ist ein Energiefluss von Geben und Nehmen von Reiter und Pferd.
Vereinfacht und zusammenfassend bedeutet harmonisches Reiten mit Kontakt u.a.:
- Reiten mit Kontakt beinhaltet die Bereiche mental, emotional und physisch
- Kontakt mit den Zügeln zu nehmen bedeutet, dass das Pferd den Kontakt vertrauensvoll nimmt mit 3! Bereichen seines Körpers nimmt: Nase, Hals, Füsse.
- Die Energie von Pferd und Reiter muss harmonisch sein. Mein Pferd kann nur soviel Energie nehmen, wie der Reiter gibt und umgekehrt. Nur so kann der Energiefluss harmonisch zirkulieren und wird nicht unterbrochen. Energie hat also mit Impulsion von Pferd und Reiter! zu tun.
- Impulsion ist Bedingung um das Game of Contact spielen zu können. Impulsion bedeutet emotionale Fitness. Ein Pferd, welches unter- oder überimpulsiv ist, ist noch nicht für das Game of Contact bereit.
- Kontinuierliche Verbesserung und damit unbewusste Kompetenz der eigenen Körperkontrolle (Resting hands, soft fingers vs. strong elbows, knees down vs. heels down, kein Hohlkreuz, strong core, harmonisches Leichttraben)
- Bestmögliches Equipment (Sattel, Sattelunterlage), angepasste Steigbügellänge
- Reiten mit Kontakt ist ein Dialog
Mir wurde gestern stark bewusst, was Reiten mit Kontakt eigentlich bedeutet:
Es ist ein netter, höflicher und anregender Dialog via Energie und Körpersprache zwischen Pferd und Reiter. Ein spielerischer Austausch, der Pferd und Reiter mental, emotional und physisch fordert und fördert.







